Rettungshundearbeit im DRK Ortsverein Porz e.V.

Rettungshundeteams für Erdbebenopfer

Angesichts des verheerenden Erdbebens in Haiti stellt sich auch in Deutschland die Frage, ob wir mit Rettungshundeteams, die speziell für die Suche von Verschütteten ausgebildet wurden, helfen können. Um Verschüttete nach einem Erdbeben noch lebend auffinden zu können, sollten Rettungshundeteams innerhalb von 36 Stunden vor Ort sein. „Danach wird es kritisch“, weiß Hans Dieter Vey, Leiter Rettungshundewesen im DRK-Landesverband Nordrhein. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat deshalb vor allem Rettungshundeteams aus den USA und anderen benachbarten Länden nach Haiti geschickt. „Aufgrund der geografischen Nähe waren sie schnell vor Ort. Sie sind bereits in vollem Einsatz.“

- Berichterstattung bei der ZDF-Sendung "Volle Kanne"

- Lesen Sie dazu die Information des DRK-Landesverband Nordrhein.

- Sehen Sie dazu auch den Bericht in der WDR-Lokalzeit

Artikel in der Kölnischen Rundschau

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Mit freundlicher Genehmigung der Kölnischen Rundschau Rheinland

Staffelfahrt nach Greten Venn: 16. – 21. Oktober


Lancelot: "Du, Sam, sag mal, bist Du auch so müde?"
Sam: "Hm,…müde? Gar kein Ausdruck. So etwas nennen die Urlaub, Staffelfahrt, Lehrgang, Weiterbildung,… von allem etwas."
Lancelot: "Fünf Tage – und alle auf einem Haufen…"
Sam: "Und auch noch Besuch aus dem Saarland. Wir berichten Euch aber jetzt mal der Reihe nach – Powertraining – unsere Chefs sagen dazu Staffelfahrt".
Lancelot: "Sam, habe ich Dir schon erzählt, dass wir Freitag abgeholt worden sind? Unsere Freunde Elly, Lotta und Raven waren auch dabei. Ich habe erstmal allen unseren Garten gezeigt und das Dammwild. Und dann ging's los:
gerade als mein Bettchen ins Auto geladen wurde, kam der RHS-Alarm. Wir haben alle gedacht, es sei ein Scherz, doch es war tierisch ernst.
Nach kurzer Abstimmung haben wir uns alle an unserem Treffpunkt eingefunden. Und dann – Ihr werdet es nicht glauben – wurde der Einsatz abgebrochen. Schade, ich konnte somit nicht suchen, aber nun, wir wollten ja auch in den Urlaub fahren. Ja, und dann – nach einer mehrstündigen, langweiligen Autofahrt – kamen wir endlich an: Greten Venn stand auf dem Schild – ich hab's genau gesehen. Erstmal haben unsere Chefs alle zusammen das Gerüst aufgebaut und dann durften wir es auch schon mal ausprobieren. Ganz ordentlich sollten wir darüber laufen, aber ich bin – wie fast immer – über das Gerüst geflogen. Hm, daher hab ich's nicht so ordentlich hinbekommen, ich kaspere eben gerne herum – nicht umsonst nennt man mich den Clown der Staffel. Aber Sam, das musst Du Dir nicht abgucken, hörst Du? Für uns Einzelkinder ist die Übernachtung in einer Großraumvilla – grins – umgebaute Scheune aus dem Jahre 1783 – mit insgesamt neun Hunden schon eine echte Herausforderung und mal ordentlich aufregend. Aber alles in allem war es eine super super tolle Erfahrung.
Unsere Tage begannen hier immer mit ausgedehnten Spaziergängen und dann kam das Schlimmste: ich musste Frühstücken!"
Sam: "Frühstücken? Ist doch super…"
Lancelot: "Für Dich vielleicht, aber doch nicht für mich! Aber dann wurde jeder Tag richtig toll: Gefilmte Gehorsamsübungen, kurze Motivationssuchen – dazwischen immer wieder Zeit zum Entspannen, Schlafen und Spielen.
Abends mussten unsere Chefs dann die gefilmten Gehorsamsübungen analysieren, um aus den Fehlern zu lernen – sehr lehrreich!! Auch wurde die Gerüstarbeit gefilmt und ebenso analysiert. Am letzten Tag ging es dann u.a. endlich in unser beliebtestes Spiel: das große Versteckspiel – unsere Chefs sagen dazu: die Flächensuche! Das war toll. Obwohl mir der Guido ständig in der Nase herumgepopelt hat, habe ich mich nicht ablenken lassen. Und, wie war's bei Dir, Sam?"
Sam: "Bei mir war es auch ganz, ganz super. Erst hat Guido angereizt und ich dann hinterher. Das war so spaßig, dass ich Guido nach dem Verweis mit samt dem Spielzeug aus dem Busch ziehen wollte, doch Guido war stärker als ich.
Und die Petra habe ich ganz alleine, ohne Reizlage aufgespürt."
Lancelot: "Boah, Du machst echt Fortschritte mein Kleiner!"
Sam: "Hm, danach war ich aber auch ganz kaputt und deshalb wäre ich dann später bald vom Gerüst gepurzelt, aber meine Chefin und alle Kolleginnen und Kollegen passen immer gut auf."
Lancelot: "Ja, ja, lieber Sam; das ist doch gar nicht schlimm. An all die Herausforderungen gewöhnst Du Dich mit der Zeit."
Sam: "Da wirst Du als geprüfter Rettungshund, mein lieber Lancelot, wohl Recht haben."
Lancelot: "Hm. Aber sag mal, sollen wir jetzt mal schlafen? Morgen wird unser letzter Tag sein und dieser wird auch noch mal anstrengend: Sachen packen, Training bis zur Mittagszeit und dann haben wir noch die Heimreise vor uns."
Sam: "Heimreise? Meine Chefin und ich bleiben noch etwas hier in der Gegend bei Oma und Opa und machen etwas Urlaub und dann fahren wir am Freitag nach Hause. Aber gut, dann lass' uns schnell die Knopfaugen zu machen und schlafen. Und dann werde ich heute Nacht bestimmt wieder meinen Traum haben, ein großer Rettungshund zu werden."
Lancelot: "Hm, das wirst Du bestimmt! Gute Nacht, mein Kleiner!"
Sam: "Gute Nacht mein großer Freund Lancelot……"

Herzlich Willkommen

Daniela Zeyher mit Lotta und Elly

Hallo, hallo,
einen wunderschönen guten Tag zusammen – hier ist wieder einmal Euer Lancelot!
Ich muss Euch dringend etwas erzählen: äh, mh, ja ähm, also:.... ich glaube, ich bin verliebt! Ihr müsst nämlich wissen, dass es seit vergangener Woche zwei nette Boordercollie-Hündinnen in unserer Staffel gibt: Elly, sieben Jahre und, äh,ja und, und, und – ach ich bin doch so aufgeregt – Lotta, sieben Monate.

Ich kann Euch sagen, Elly und Lotta sind suppppper lieb und mit Lotta – meiner kleinen Herzdame – kann man verdammt gut spielen – Du, Elly, sei bitte nicht so eifersüchtig und lass doch Lotta und mich einfach zusammen spielen. Ach ist das Leben nicht toll, wenn man ein Wenig lustig ist, ab und zu den Clown spielt und nicht immer alles ganz ernst und verbissen sieht.

Auch wenn ich so verliebt bin und mein Herzchen bumm, bumm, bumm macht, wenn ich nur an die kleine Lotta denke, möchte ich nun im Namen der unserer gesamten Staffel Elly, Lotta und natürlich ihre Chefin Daniela Zeyher von Herzen willkommen heißen.

Wir alle freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit - möget Ihr Euch bei uns wohlfühlen und kein Heimweh nach Babenhausen bekommen.

Einen dicken Schmatzer ganz besonders für Lotta

Euer Lancelot

Training in der Bonner Jugendfarm


Hallo Freunde,

ich möchte mich kurz vorstellen, bevor ich Euch von einem unserer letzten Trainings erzähle:

Mein Name ist Sam, ich bin ein Labrador Retriever und werde am 11.11.2009 zwei Jahre alt. Seit Januar 2009 bin ich in der DRK-Rettungshundestaffel Köln, genauer gesagt in der Gruppe Porz. Dort mache ich zusammen mit meinem Frauchen die Ausbildung zum Rettungshundeteam. Den Rettungshunde-Eignungstest und die Probezeit haben wir nach sechs Monaten bestanden – wir waren so so stolz!

Und ich kann Euch sagen, das macht riesigen Spaß; ich kann gar nicht genug bekommen. Das ist das Beste, was Frauchen sich für uns beide als Team hat einfallen lassen. Wir lernen so viel Dank unserer professionellen Ausbilder und Ausbilderinnen – die haben Ahnung, sag ich Euch.

Nun möchte ich Euch von unserem Training im August auf der Jugendfarm in Bonn berichten – dort fing im Januar alles für mich, besser gesagt für Frauchen und mich an - und stellt Euch vor: ich habe die Farm wieder erkannt.

So, und dann wurde zu Beginn des Trainings festgelegt, dass die jungen Hunde erst mal eine Geländebegehung machen. Ihr müsst nämlich wissen, dass wir einen 5 Monate jungen Schäferhund namens Filou sowie einen Weimaraner-Border Collie Mix namens Loki in unserer Gruppe haben. Loki ist zwar schon drei, aber auch noch ganz neu in unserer Staffel. Auch Schäferhündin Lana, ein Jahr alt, war mit von der Partie.

Jeder war einzeln an der Reihe; sie durften über Wackelbrücken gehen, in die von Kindern selbst gebauten Hütten gehen und auch die Tiere begrüßen. Ja, Ihr lest richtig, Tiere gibt es dort auch. Ziegen, einen Esel und zwei gaaaanz fette Schweine. Ein Schwein hört sogar auf das Kommando „Sitz“, aber ganz ehrlich, diese fetten Schweine sind nicht so mein Fall. Aber mehr dazu gleich.

Filou und auch Loki haben vorsichtig alles erkundet und sich mit der Umgebung, den Hütten, Brücken, Tieren etc. vertraut gemacht. Lana hatte überhaupt keine Angst, ist in alle Hütten und auf alle Brücken gehüpft wie ein Känguruh (unter uns: ich persönlich glaube, dass Lana früher mal ein Känguruh war). Sie hatte so richtig Spaß auf dem Gelände, auch ohne Xento, ihren großen – na wie soll ich sagen – Bruder? Xento ist nämlich so etwas von erfahren, ich hoffe, ich werde auch mal so. Xento findet jedes Opfer, wie alle anderen erfahrenen Hunde auch.

Und dann kam ich an die Reihe, die Tiere habe ich erstmal links liegen lassen, mich interessierte mehr, ob alle Hütten und Wackelbrücken noch an ihrem Platz standen wie im Januar. Und stellt Euch vor, ich hatte überhaupt keine Angst mehr, über diese komischen Brücken zu laufen und in die Hütten zu gehen. Ich kannte es ja schon bzw. konnte mich an die Begebenheiten dort erinnern. Dann haben die Ausbilder Hans und Dagmar mit mir und meinem Frauchen eine kleine Suche gemacht. Und ich hatte Erfolg – habe die Opfer gefunden. Oh, war ich stolz und mein Frauchen erst…

Anschließend ging Frauchen mit mir an das Gehege, in welchem die beiden fetten Schweine waren. Ich kann Euch sagen, das hätte sie mir lieber erspart. Die Schweine sind so fett und riesig, da hatte ich Angst, die verspeisen mich zum Frühstück. Aber ich habe lauthals gebellt – das kann ich echt gut und mache ich total gerne – und somit musste ich gar nicht so nah an den Zaun. Dagmar und mein Frauchen haben aber gesagt, dass ich mich auch an derartige Zeitgenossen gewöhnen muss. Kommt Zeit, kommen auch dicke Schweine! Ein Schritt nach dem Nächsten habe ich mir überlegt. Beim nächsten Besuch auf der Jugendfarm werde ich ganz bestimmt den Schweinen freundlich guten Tag sagen, versprochen!

Und nachdem wir jungen und noch (mehr oder weniger) unerfahrenen Fellnasen fertig waren, kamen die erfahrenen Hunde an die Reihe: Raven, ein Labrador-Shapai Mix, der ist auch echt prima. Hat toll gesucht, sagt mein Frauchen. Raven ist noch kein geprüfter Rettungshund, aber solange wird es nicht mehr dauern, denn er macht seine Sache wirklich toll.

Und dann kamen nach und nach Queenie, Holly, Lanzelot und Xento an die Reihe: Leute, ich kann Euch sagen, die Verstecke waren nicht einfach – ui, ui, ui. Aber alle sind geprüfte Rettungshunde und wer hat da schon Zweifel, dass sie die Versteckpersonen nicht finden? Sie alle haben gefunden, obwohl der Wind ständig drehte und die Verstecke ziemlich erhöht waren, quasi auf dem Dachboden der Häuser, und es dadurch noch mal schwerer war für die Jungs und Mädels, die Personen zu finden.

Leute, wenn ich irgendwann so weit bin, dann gebe ich Euch allen einen aus – das verspreche ich – dann gibt es für jeden einen riesigen Hundekuchen (ich fange schon mal an zu sparen, denn gute Kuchen kosten viel Geld, es sei denn, mein Frauchen backt sie selber).

Es war für unsere gesamte Truppe ein toller, aber auch anstrengender Tag, doch wir sind alle stolz nach Hause gefahren, denn jeder von uns - samt Frauchen oder Herrchen – hat nach seinem Ausbildungsstand gearbeitet und Erfolg gehabt.

So, liebe Freunde, jetzt könnt Ihr Euch noch die Fotos anschauen, die unser Hans gemacht hat und dann denke ich, habt Ihr ein prima Bild, was wir auf der Farm erlebt haben.

Demnächst gibt es wieder eine Berichterstattung, damit Ihr auf dem Laufenden bleibt.

Ich verabschiede mich mit einem Wuff, Wuff, Wuff und sage bis bald, liebe Leute:
„Behabt Euch wohl!“

Euer Sam


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