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Mit freundlicher Genehmigung der Kölnischen Rundschau Rheinland
Staffelfahrt nach Greten Venn: 16. – 21. Oktober
Lancelot: "Du, Sam, sag mal, bist Du auch so müde?"
Sam: "Hm,…müde? Gar kein Ausdruck. So etwas nennen die Urlaub, Staffelfahrt, Lehrgang, Weiterbildung,… von allem etwas."
Lancelot: "Fünf Tage – und alle auf einem Haufen…"
Sam: "Und auch noch Besuch aus dem Saarland. Wir berichten Euch aber jetzt mal der Reihe nach – Powertraining – unsere Chefs sagen dazu Staffelfahrt".
Lancelot: "Sam, habe ich Dir schon erzählt, dass wir Freitag abgeholt worden sind? Unsere Freunde Elly, Lotta und Raven waren auch dabei. Ich habe erstmal allen unseren Garten gezeigt und das Dammwild. Und dann ging's los:
gerade als mein Bettchen ins Auto geladen wurde, kam der RHS-Alarm. Wir haben alle gedacht, es sei ein Scherz, doch es war tierisch ernst.
Nach kurzer Abstimmung haben wir uns alle an unserem Treffpunkt eingefunden. Und dann – Ihr werdet es nicht glauben – wurde der Einsatz abgebrochen. Schade, ich konnte somit nicht suchen, aber nun, wir wollten ja auch in den Urlaub fahren. Ja, und dann – nach einer mehrstündigen, langweiligen Autofahrt – kamen wir endlich an: Greten Venn stand auf dem Schild – ich hab's genau gesehen. Erstmal haben unsere Chefs alle zusammen das Gerüst aufgebaut und dann durften wir es auch schon mal ausprobieren. Ganz ordentlich sollten wir darüber laufen, aber ich bin – wie fast immer – über das Gerüst geflogen. Hm, daher hab ich's nicht so ordentlich hinbekommen, ich kaspere eben gerne herum – nicht umsonst nennt man mich den Clown der Staffel. Aber Sam, das musst Du Dir nicht abgucken, hörst Du? Für uns Einzelkinder ist die Übernachtung in einer Großraumvilla – grins – umgebaute Scheune aus dem Jahre 1783 – mit insgesamt neun Hunden schon eine echte Herausforderung und mal ordentlich aufregend. Aber alles in allem war es eine super super tolle Erfahrung.
Unsere Tage begannen hier immer mit ausgedehnten Spaziergängen und dann kam das Schlimmste: ich musste Frühstücken!"
Sam: "Frühstücken? Ist doch super…"
Lancelot: "Für Dich vielleicht, aber doch nicht für mich! Aber dann wurde jeder Tag richtig toll: Gefilmte Gehorsamsübungen, kurze Motivationssuchen – dazwischen immer wieder Zeit zum Entspannen, Schlafen und Spielen.
Abends mussten unsere Chefs dann die gefilmten Gehorsamsübungen analysieren, um aus den Fehlern zu lernen – sehr lehrreich!! Auch wurde die Gerüstarbeit gefilmt und ebenso analysiert. Am letzten Tag ging es dann u.a. endlich in unser beliebtestes Spiel: das große Versteckspiel – unsere Chefs sagen dazu: die Flächensuche! Das war toll. Obwohl mir der Guido ständig in der Nase herumgepopelt hat, habe ich mich nicht ablenken lassen. Und, wie war's bei Dir, Sam?"
Sam: "Bei mir war es auch ganz, ganz super. Erst hat Guido angereizt und ich dann hinterher. Das war so spaßig, dass ich Guido nach dem Verweis mit samt dem Spielzeug aus dem Busch ziehen wollte, doch Guido war stärker als ich.
Und die Petra habe ich ganz alleine, ohne Reizlage aufgespürt."
Lancelot: "Boah, Du machst echt Fortschritte mein Kleiner!"
Sam: "Hm, danach war ich aber auch ganz kaputt und deshalb wäre ich dann später bald vom Gerüst gepurzelt, aber meine Chefin und alle Kolleginnen und Kollegen passen immer gut auf."
Lancelot: "Ja, ja, lieber Sam; das ist doch gar nicht schlimm. An all die Herausforderungen gewöhnst Du Dich mit der Zeit."
Sam: "Da wirst Du als geprüfter Rettungshund, mein lieber Lancelot, wohl Recht haben."
Lancelot: "Hm. Aber sag mal, sollen wir jetzt mal schlafen? Morgen wird unser letzter Tag sein und dieser wird auch noch mal anstrengend: Sachen packen, Training bis zur Mittagszeit und dann haben wir noch die Heimreise vor uns."
Sam: "Heimreise? Meine Chefin und ich bleiben noch etwas hier in der Gegend bei Oma und Opa und machen etwas Urlaub und dann fahren wir am Freitag nach Hause. Aber gut, dann lass' uns schnell die Knopfaugen zu machen und schlafen. Und dann werde ich heute Nacht bestimmt wieder meinen Traum haben, ein großer Rettungshund zu werden."
Lancelot: "Hm, das wirst Du bestimmt! Gute Nacht, mein Kleiner!"
Sam: "Gute Nacht mein großer Freund Lancelot……"
Rettungshundeteams für Erdbebenopfer
Angesichts des verheerenden Erdbebens in Haiti stellt sich auch in Deutschland die Frage, ob wir mit Rettungshundeteams, die speziell für die Suche von Verschütteten ausgebildet wurden, helfen können. Um Verschüttete nach einem Erdbeben noch lebend auffinden zu können, sollten Rettungshundeteams innerhalb von 36 Stunden vor Ort sein. „Danach wird es kritisch“, weiß Hans Dieter Vey, Leiter Rettungshundewesen im DRK-Landesverband Nordrhein. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat deshalb vor allem Rettungshundeteams aus den USA und anderen benachbarten Länden nach Haiti geschickt. „Aufgrund der geografischen Nähe waren sie schnell vor Ort. Sie sind bereits in vollem Einsatz.“
- Berichterstattung bei der ZDF-Sendung "Volle Kanne"
- Lesen Sie dazu die Information des DRK-Landesverband Nordrhein.
- Sehen Sie dazu auch den Bericht in der WDR-Lokalzeit
Rettungshundeprüfung April 2009
Hallo liebe Freunde,
hier bin ich wieder, Euer Lancelot, geprüfter Rettungshund (nach GemPPO oder wie das jetzt heißt) bzw. geprüftes Rettungshundeteam, meine Chefin brauche ich ja auch noch für diesen Job.
Ich will Euch berichten, für Queenie und Holly waren am vergangenen Wochenende schon die 18 Monate seit ihrem letzten Prüfungstermin abgelaufen. Was natürlich kein Problem bei meinen beiden Kolleginnen darstellte, wenn da nicht dieser seltsame Adrenalingeruch ihrer Chefs deutlich zu schnuppern gewesen wäre. Aber davon haben sich die beiden Hundedamen wenig beeindrucken lassen und es klappte wie am Schnürchen, oder soll ich besser sagen wie an der Hundeleine.
Mein Chefin und ich haben die zwei Prüfung-Rettungshundeteams begleitet und auch ein wenig unterstützt, was wir gerne gemacht haben, das sei an dieser Stelle erwähnt. Die beiden Prüferinnen und auch der Prüfungsleiter waren, wie fast immer, suuuuppper lieb und total kompetent. Sie hatten für jedes Prüfungsteam ein nettes Wort und auch meistens kreative Verbesserungsvorschläge und Ratschläge für die nächsten 18 Monate. Ich durfte, weil eine ungerade Anzahl an Prüfungsteilnehmer angetreten war, ein Stück meiner Lieblingsbeschäftigung – die Gehorsamsprüfung vorführen. War ganz gut und hat, wie alle sehen konnten, wieder ganz doll viel Spaß gemacht. So gut wie mein Vorbild Queenie war ich nicht aber – nahezu perfekt. Es gab leider für mich und meinen nächsten Prüfungstermin keine Vorschusslorbeeren.
Nachdem der Spaß auf der großen Wiese in Güdderath vorbei war, fuhren wir ins Suchgelände – ach übrigens, es regnete bereits den ganzen Vormittag, mal mehr mal weniger viel, aber dazu ging ein ganz toller Wind – grins –. Für uns Spürnasen hervorragend.
Wie üblich wurden die Versteckpersonen ins Suchgelände eingebracht und los ging es. Als erste suchte Queenie – einfach super – zum Suchbeginn immer etwas “quietschend,“ daher hat sie auch ihren Namen, aber dann war auch schon die erste Person gefunden, von Dagmar befragt und Erstversorgung, dann geht’s weiter zur zweiten Versteckperson und wieder Befragung und Versorgung, dann plumps, der Stein war weg, der Geruch von Dagmar verbesserte sich merklich – wie Queenie mir später berichtete – und geschafft. Ins Testatheft ein neuer Stempel und ein neuer “TÜV-Aufkleber“ auf die Rettungshunde-Plakette für die nächsten 18 Monate. Aber wie sagt man, nach der Prüfung ist vor der Prüfung. O.k.
Dann war Holly an der Reihe. Einfach toll. Beide Versteckpersonen innerhalb kürzester Zeit gefunden. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und ganz leicht am Horizont strahlte die Sonne, genau so wie Dagmar und Petra nach ihren Prüfungen.
Zur großen Belohnung für uns alle – auch für mitreisende Rettungshunde und Zweithunde – gab es einen schönen Spaziergang. Das war toll. Der Duft der anwesenden Chefinnen war ganz anders als morgens auf der Hinfahrt. Komisch!
Wir, ich Lancelot und meine Chefin, und die ganze Rettungshundestaffel gratulieren unseren beiden Prüflingen und auch allen anderen, die an der Prüfung teilgenommen hatten. Den Rettungshundeteams, bei denen es heute nicht zum bestehen gereicht hat, drücken wir für die nächste Prüfung die Pfoten und wünschen allen einen hervorragenden Frühling, wenige Zecken und sonstige ärgerliche Frühlingsboten und wie immer einen guten und schnellen Schutzengel auf allen Euren Wegen.
Bis demnächst auf dieser Seite.Euer Lancelot
Flächensucheinsatz in Velbert
Wie so häufig, kam die Einsatzalarmierung für unsere Rettungshundestaffel unerwartet am 01. Mai 2009 um 9:08 Uhr zum Feiertagsfrühstück. Zügig wurde die Fahrzeughalle angefahren, wo sich die Hundeführer mit Hunden sowie Helfer sammelten. Die Einsatzfahrzeuge wurden besetzt und der Einsatzort in die Navigationsgeräte eingeben. Die Einsatzfahrt von ca. 70 km lag vor uns und wurde mit Sonderrechten durchgeführt. Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurden die Helfer den Hundeführer zugeteilt und die Einsatzbereitschaft hergestellt. Der Technische Dienst des DRK-KV Köln hatte bereits mit dem Aufbau zur Einsatzunterstützung begonnen. Die Kreisbereitschaftsleitung, vertreten durch Markus Ottlik, unterstützte ebenfalls das Einsatzgeschehen.
Margit Pfingst, die den Rettungshundeeinsatz koordinierte, gab gemeinsam mit dem leitenden Polizeibeamten die Einsatzlage bekannt: Vermisst wurde ein 70-Jähriger verwirrter Patient, der von seinem vorabendlichen Spaziergang gegen 19:00 Uhr nicht zurückgekehrt war. Die bisher durchgeführte Suche der Nachbarn sowie der Polizeibeamten blieb erfolglos.
Den fünf Rettungshundeteams wurden die abzusuchenden Waldgebiete zugeteilt.
Nach Funkprobe mit der Einsatzleitung machten sich die RH-Teams auf den Weg in die zugewiesenen Suchgebiete. Vorsorglich wurde zur weiteren Einsatzunterstützung die DRK-Staffeln Aachen und Viersen alarmiert. Nach ca. 15 Minuten Suchzeit meldete der Hundeführer Hans Dieter Vey der Einsatzleitung, dass sein Hund Xento den vermissten Rentner gefunden habe.
Der vermisste Herr lag zwischen Baumstämmen und befand sich augenscheinlich in guter körperlicher Verfassung; er hatte wahrscheinlich die Nacht im Schutz der
Baumstämme verbracht. Staffelmitglieder transportierten den Patienten aus dem
unwegsamen Waldgelände auf den Waldweg und führten die Erstversorgung durch. Die in der Zwischenzeit eingetroffene Ehefrau nahm überglücklich ihren Mann wiederin den Arm und bedankte sich herzlich bei Xento und seinem Hundeführer. Vorsorglich wurde der Patient an den örtlichen Rettungsdienst übergeben.
Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich Markus Ottlik, stellv. Kreisbereitschaftsleiter des DRK Köln, sehr zufrieden mit dem schnellen Suchergebnis: „Die Kooperation mit der Polizei vor Ort lief ausgezeichnet. Unsere ehrenamtlichen Kräfte arbeiteten höchst professionell und konzentriert.“ Die Polizei des Kreises Mettmann bedankte sich ebenfalls, auch im Namen des vermissten Herrn, für die gute Arbeit. Um 11:40 Uhr konnten wir abrücken und den Heimweg antreten.
Einsatzbericht im Express
Einsatzbericht Polizei
Impressionen
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Neues Rettungshundeteam
Hurra, hurra, hurra, hurra
ich bin ein Rettungshund, hurra ...... (nach der Melodie „we are the champion....”) wir haben’s geschafft. Sie erinnern sich bestimmt noch an mich, Lancelot, der zweijährige Golden Retriever, mit meiner Chefin, Silvia.
Es war anstrengend, aber auch ein verdammt gutes Gefühl. – He, großer Bruder, du schaffst das auch im Frühjahr, ich gebe dir noch ein paar Tipps und dann, dann gibt es das erste Brüderpaar in der Rettungshundestaffel Köln.
Aber jetzt der Reihe nach.
Samstag ging es vor Sonnenaufgang los. Wir fuhren - total entspannt und Darm und Blase entleert, eine Kleinigkeit gefrühstückt hatte ich auch schon - nach Güdderath.
Meine Chefin absolvierte den schriftlichen Teil. Anschließend verloste man die Startziffern und wir hörten nur einen lauten Freudenschrei; damit war allen klar: Silvia hat die Startziffer eins und Melli die Ziffer zwei gezogen.
Dann durfte ich zur Verweisprüfung die Kenndecke anziehen und wurde mit dem bekannten Kommando „Such und Hilf“ losgeschickt. Ich fand die Verweisperson, legte mich neben sie und bellte aus Leibeskräften. Alle Anwesenden hörten mich (und den Stein vom Herzen meiner Chefin purzeln), weil dass beim ersten Prüfungsversuch im April diesen Jahres ziemlich in die Hose gegangen war. Aber jetzt keine Beanstandungen. Das war schon ganz gut. Verbesserungsvorschläge gab es natürlich von den beiden Prüferinnen.
Ich durfte kurz ausruhen, in der Zeit stellten meine Kollegen ihren Verweis unter Beweis und alle schafften diese Teilprüfung. Im Anschluss kam meine Paradedisziplin, der Gehorsam; den durfte ich zusammen mit Baghira und Melli zeigen. Nicht so wie bei unseren letzten Vorführung, sondern alleine. Aber auch das hat mir wieder ziemlich viel Spaß gemacht, was die Prüfer auch deutlich gesehen und in der Nachbesprechung als sehr positiv angemerkt haben. Hier und da gab es kleine Mängel und auch Vorschläge, wie man es noch besser machen könnte, aber was soll’s, auch diese Teilprüfung war bestanden. Suuuuuppper, wir stehen vor der Flächenprüfung. Kaum zu glauben, also ich meine, ich hab das ja gewusst, aber meine Chefin schien ab und zu an mir zu zweifeln – so’n Quatsch, schließlich will ich doch so wie Onkel Xento, Holly und Queenie werden und endlich ein richtig großer Rettungshund sein. Und vor allem diese Plakette „mit allen Rechten und Pflichten“ tragen dürfen. Und dann, dann möchte ich meinen ersten Einsatz erleben - ob das dann anders ist als im Training, noch aufregender noch spannender?Auch diese Teilprüfung wurde von allen mit mehr oder weniger viel Freude, aber erfolgreich, bestanden.
Wir fuhren zum Suchgelände und die Versteckpersonen wurden im Prüfungsgelände eingebracht, so sagt man in Fachkreisen dazu, wenn man die Personen versteckt.Kurz vor Beginn bekam meine Chefin ein schriftliche Einsatzlage. Demnach sollte ich zwei vermisste Pilzsammler finden. Einmal männlich, einmal weiblich. Keine Vorerkrankungen bekannt, zur Kleidung, Alter und Aussehen der Vermissten konnten keine Angaben gemacht werden. Die Größe meines Suchgebietes wurde mit ca. 100 x 300 Meter angeben. Meine Chefin gab nach der Befragung der Einsatzleitung und Windrichtungsprüfung ihre Suchtaktik bekannt und setzte mich zur Suche an. Sie sagte mir vorher noch, „Du suchst die Person, die Erstversorgung ist meine Sache. Das heißt, du prüfst bitte nicht Bewusstsein, Atmung usw., alles das ist meine Sache, Lancelot. Verstanden? Nur gucken, nicht anfassen. Alles klar Schatz?“ Natürlich war alles klar, aber wenn ich rein zufällig, natürlich nur zufällig, mal schnuppere, welches Parfüm aufgelegt ist, muss sie doch nicht gleich so zickig werden. Ich mach das schon, sie soll ganz ruhig bleiben. Ich bell sie dann wie immer zu mir.“ Silvia gab mir das Kommando „Such und Hilf“ und ich machte meinen Job. Nach knapp zwei Minute war ich beim ersten Opfer. Toll, oder? Und was sage ich Ihnen, die Erstversorgung klappte bei Silvia prima und ich hab wirklich nur geguckt und nicht angefasst. Alles klar, weibliche Person gefunden. Weiter geht’s zur nächsten. Nach weiteren 6 Minuten war das zweite Opfer auch gefunden und alle wussten, auch wenn die Prüfer noch eine kurze Beratungszeit in Anspruch genommen haben, es war geschafft. Alle waren überglücklich und ich muss sagen, ich sah Tränen, es waren aber Freudentränen. Jetzt wusste auch ich, ich bin was ganz besonderes, ich bin ein geprüfter Rettungshund. Nee, was hat sich Silvi, Dagmar, Petra, Kirsten, Gerd und das Prüfungsteam sich mit mir gefreut. So jung und schon ein kleiner Held. Wir sind ein geprüftes Rettungshundeteam.
Was wird sich jetzt ändern? Darf ich jetzt nicht mehr Clown sein? Im Tunnel bei den Vorführungen verstecken spielen? Soll ich jetzt etwa erwachsen sein?
Nein, ich glaube nicht. Ich werde weiterhin rumtollen, hin und wieder erst aufs zweite Kommando gehorchen, mit meinen Freunden spielen und mit meiner Chefin kuscheln. Ich, nein wir, Silvi und ich, danken allen, die uns zum Erfolg geführt haben von ganzem Herzen und vier Pfoten. Ganz besonders Dagmar, Petra und Hans. Der ganzen Rettungshundegruppe Köln-Porz und auch Gerd und allen, die wir nicht namentlich erwähnt haben. Seid angegrinst und herzlich umarmt. Vielen, vielen Dank.
Nach der Prüfung ist vor der Prüfung – aber erst in 18 Monaten.
Heute ist geschafft. Wir gratulieren auch den Anderen und möchten die trösten, die es diesmal nicht geschafft haben. Auch Ihr seid für eure Chefs die besten Hunde der Welt – auch ohne bestandene Prüfung. Wir waren spät zu hause, ziemlich erschöpft und müde und doch ein wenig stolz.
Aber zum ausruhen war nicht viel Zeit. Am Sonntagmorgen musste ich leider schon wieder früh raus. Nicht zum Einsatz, nein, zu einer Vorführung in der Kölner Oper. Oper, was ist das jetzt schon wieder. Guido wollte uns erst gar nicht begleiten, er meinte, er hätte keinen Smoking. Was ist das jetzt schon wieder. Oh Mann, oh Mann. Gerade geprüft und schon solche komischen Ausdrücke. Also Vorführung, o.k. kenn ich. Tunnel, Gerüst, Unterordnung. Wo ist das Problem? Natürlich gab es kein Problem. Alles war total easy und nennt man jetzt die roten Klamotten Smoking?
Alle trugen ihre normale Einsatzbekleidung, auch Guido. Ach, der hat wohl wieder Quatsch gemacht? Am Mittag war alles vorüber und wir fuhren nach hause.
Ich war ziemlich erschöpft und abends gingen wir schon vor acht Uhr schlafen. ..... als hätten wir es geahnt. Vormittags unkten alle rum, dass bestimmt heute noch ein Einsatz kommt.... und es war 23:50 Uhr und der Einsatz war da. Und das tollste, keine fünf Kilometer von meinem Zuhause entfernt.
Der erste Einsatz als Rettungshundeteam mit Heimvorteil. Es war aufregend, aber nicht zu sehr. Gerd, unser Einsatzleiter, hatte für Baghira, mich und unsere Chefs extra Instruktionen gegeben, die sich natürlich daran hielten. Leider wurde der Einsatz nach drei Stunden beendet.
Jetzt ruhe ich mich im Büro meiner Chefin aus und freue mich auf morgen, dann geht’s zum Training und ich sehe alle wieder.
Bis zum nächsten großen, oder vielleicht auch etwas kleineren Abenteuer grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen allen einen guten Schutzengel.
Ihr Lancelot
(nach GemPPO geprüfter Rettungshund)
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Gemeinschaftsübung in Wesseling
Am Samstag, dem 17. Mai, fand eine groß angelegte Gemeinschaftsübung von DRK-Köln (Sanitätsgruppe, Betreuungsgruppe, Rettungshundestaffel Köln und Rettungshundegruppe Porz), DRK-Rettungshundestaffel Viersen, THW-Ortsverband Köln Porz und Freiwillige Feuerwehr Wesseling statt. Über 130 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren an dieser groß angelegten Zivil- und Katastrophenschutzübung beteiligt. Den Motorradclubs MC Thunderbirds aus Wesseling und Mad Dogs aus Troisdorf danken wir herzlich für ihre tatkräftige Mitarbeit als Mimen von verletzter Personen.
Nach dem Übungs-Szenario hatten die Motorradclubs eine illegale Party auf dem Gelände der Norton-Werke gefeiert, die nach einer Eskalation zu Massenschlägerei und anschließender Panikflucht in das weitläufige Fabrikgelände geführt hatte. Die Vermisstensuche wurde durch die beteiligten Rettungshundestaffeln geleistet, insgesamt waren fast 20 Rettungshundeführer mit ihren Hunden vor Ort. Die baulichen Gegebenheiten erforderte zur Rettung der Betroffenen, beispielsweise vom Dach des Gebäudes, die Unterstützung von Feuerwehr und THW, so dass alle Einheiten entsprechende Rettungssituationen üben konnten.
Alle beteiligten Einheiten waren sich einig, dass sich die wochenlange Vorbereitung dieser Großübung mehr als gelohnt hat.
Bericht über die Übung bei RTLregional:
Hier geht es zur Fotodokumentation der Rettungshundegruppe Porz:
Weitere Fotos von der Übung in der Galerie der Bereitschaft Porz:
Berichterstattung in der Presse über die Übung:
Kölner Stadtanzeiger
Kölner Express
Freunde zu Gast
Freunde zu Gast hatten wir am Samstag, den 14. Juni 2008 in unserem Vereinsheim und auf dem Rettungshunde-Ausbildungsplatz. Das gemeinsam ausgewählte Aus- und Fortbildungsthema war die “Richtige Spielmotivation“ für Rettungshunde. Die Gastteilnehmer kamen aus der DRK-RHS- Altenkirchen und Köln sowie interessierte Mitglieder der DRK- Bereitschaft Porz. Um 10 Uhr begann der Theorieteil im Vereinsheim mit einer Powerpoint-Präsentation und einem Lehrfilm zum v. g. Ausbildungsthema. Danach ging es zum praktischen Teil auf den RH-Übungsplatz nach Porz-Lind.
Nach dem Hundeauslauf wurden die theoretischen Lehrinhalte des Vormittags unter fachlicher Anleitung von Dagmar und Hans in die Praxis umgesetzt. Dabei zeigte sich dass diese Übungen für neue und noch ungeübte Teilnehmer gar nicht so einfach waren, wie es im Film des Vormittags aussah. Bei dem gemeinsamen Üben machte dies jedoch allen Teilnehmer Freude und auch der Spaßfaktor kam dabei nicht zu kurz. Die noch ungeübten Teilnehmer durften zuerst mit den schon erfahrenen Hunden arbeiten und konnten so ihre ersten “Spielerfahrungen“ mit Hunden sammeln. Dem Lernaufbau der Junghunde mit einer guten Konditionierrung des Spiel- und Beutetriebs wurde viel Zeit und besonderes Augenmerk gewidmet. Die Hunde bedankten sich mit viel Spielfreude und ausgezeichneten Arbeitsergebnissen bei den Hundeführern und Ausbildern.
Fotogalerie vom Training
Nach soviel intensiver Arbeit war ein gutes Mittagsessen für alle angesagt. Ein reichhaltiges Buffet war von einigen Kameradinnen und Kameraden gut vorbereitet worden und Guido fungierte als klasse Grillmeister. Nach der Mittagspause wurde das Training mit allen Hunden fortgeführt. Die Kollegen der RHS-Altenkirchen zeigten eindrucksvoll die Verweisart “Bringseln“, die einige Teilnehmer in der Praxis noch nicht gesehen hatten. Erfreulicherweise blieben wir auch von den angesagten Regenschauern verschont, so dass bei der Abschlussbesprechung alle Anwesenden der Meinung waren, dass es in jeder Hinsicht ein schöner und erfolgreicher Tag war, den man bald wiederholen sollte.
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Training im AKNZ
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Überraschung zum Wochenende
Die Kinder- und Jugendgruppe der Freien Evangelischen Kirche Porz, wurde am Freitag,
den 07. März 2008 mit dem Besuch unserer Rettungshundeteams des DRK-Ortsvereins Porz überrascht. Gerne sind wir der Einladung der Gruppenleitung gefolgt und haben mit einem Power Point Vortrag die “12 Goldenen Regeln im Umgang mit Hunden“ der Gruppe vorgestellt. Nach Klärung der vielfältigen Fragen zur Haltung und Umgang mit unseren Hunden, wurde auch die Ausbildung zum “Beruf“ Rettungshund besprochen.
Im Laufe unseres Besuchs wurden die Kinder mit den Hunden vertrauter und es kam immer mehr zu herzigen Umarmungen mit Trixi, Queenie und Xento.
Nach der theoretischen Einführung in die Rettungshundearbeit, zeigten Queenie und Xento die praktische Sucharbeit. Die Kinder versteckten sich zuerst in verschlossenen Kellerräumen und im Anschluss im angrenzenden Gartengelände. Die Sucharbeit der Hunde bereitete den Kindern so viel Freude und Spaß, dass sie sich immer wieder aufs Neue verstecken wollten.
Daher haben wir den Kindern ein Wiedersehen versprochen und sie mit der Gruppenleitung im Sommer zu unserem Übungsgelände nach Porz-Lind eingeladen.
Mach Dir einen Plan...
Getreu diesem Motto, welches sich auf unserer Herbstfahrt herauskristallisierte, machten sich unsere Staffelleitung Hans und Wolfgang sowie unsere Ausbilderin Dagmar bereits im Sommer daran, Pläne für ein paar schöne gemeinsame Tage mit allen Mitgliedern unserer Hundestaffel zu schmieden. Der geeignete Ort war schnell gefunden, Greten Venn bei Bielefeld, eine Landschulheim das es erlaubt, Hunde mitzubringen. Die Betreuung durch die Herbergsmutter Sabine ist liebevoll und gute Trainingsmöglichkeiten sind vorhanden.
So wurden die Pläne denn auch umgesetzt und unsere Fahrt startete am 02.10.07 in Porz. Schade nur, dass Kirsten mit Diego und Silvia mit Lancelot uns nicht begleiten konnten, denn dann wären wir vollzählig gewesen. Wir haben Euch sehr vermisst.
Nach Überwindung aller Staus und sonstigen Schwierigkeiten (Wer hat kein Navi? Sind alle noch in der Kolonne? Was macht ihr auf dem Parkplatz?) kamen wir alle frohen Mutes am Abend am Zielort an und konnten uns auch gleich nach der Fütterung der Hunde-Meute und einem kleinen gemeinsamen Auslauf an den gedeckten Abendbrottisch setzen. Die “Urlauber“ Anita Balser und Michael Stephan, Ausbilder der RHS Friedberg, gesellten sich zu uns, worüber sich sicher alle freuten. Im Anschluss an das gemeinsame Essen erfolgte dann die Zimmerbesichtigung und Verteilung der Teams auf die Zimmer, und auch das klappte gut, es konnten fast alle Sonderwünsche („Nur 5 Hunde auf einem achter Zimmer“; „Thorsten kann dann auf dem Boden schlafen!“) berücksichtigt werden. Der Tag endete mit einem gemütlichen Beisammensein und der Erkenntnis, dass manche Hundeführer ihren Hund auch zum Duschen mitnehmen.
„Drei auf einen Streich“
„Drei auf einen Streich“ haben erfolgreich die Rettungshundeteam-Prüfung abgelegt
Am Wochenende 15. und 16. September 2007 veranstaltete der DRK Landesverband Nordrhein seine Herbstprüfung für Rettungshundeteams. Prüflinge aus den Staffeln der DRK-Kreisverbände Aachen, Euskirchen, Köln, Rhein-Sieg und Viersen nahmen teil.
Es stellten sich 20 RH- Teams der fachkundigen Beurteilung der Prüferin Judith Grön vom DRK Landesverband Hessen und Prüfer Hans Dieter Vey sowie Prüferanwärterin Gabi Hüpkes-Meertz unseres LV Nordrhein.
Unsere Rettungshundeteams: Sabine Ayanna mit Godje, Petra Hopp mit Holly, und Dagmar Kreuz-Dörr mit Queenie haben erfolgreich ihre turnusmäßige DRK Rettungshundeteam-Prüfung, gemäß DIN 13050 abgelegt. Damit sind alle drei Teams für Flächensucheinsätze einsatzbereit.
Das Leistungsniveau der geprüften RH-Teams beurteilte die Prüferteams als sehr hoch.
Danke, allen beteiligten Helfern die zur guten Organisation und Durchführung der Prüfungsveranstaltung beigetragen haben.
Der nächste Morgen stand dann ganz unter dem Motto Bestandsaufnahme der Teams, denn wir alle wollten unsere eigenen speziellen Ausbildungsprobleme intensiv in den nächsten Tagen bearbeiten und nach individuellen Lösungen suchen. Anita und Michael beendeten kurzerhand ihren “Urlaub“ und stiegen ganz in unser Ausbildungstraining ein, so dass die gesamte Gruppe von neuen Ideen der beiden profitieren durften. Die Ausbilder freuten sich auch, sich einmal gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können. Mittags trafen dann weitere Teams der RHS Köln ein und am Abend noch einmal zwei weitere Teams.
So dass wir insgesamt eine Gruppe von 21 Personen und 24 Hunden waren. (Drei davon kleine 4 Monate alte Welpen). Nachmittags bekam jedes Team eine Suchelage, seinem Ausbildungsstand und seinen Wünschen entsprechend. Es war ein langer, ereignisreicher und schöner Tag, den wir wieder mit einem gemütlichen Beisammensein nach dem Abendessen ausklingen ließen, während die Ausbilder sich noch einmal zusammensetzten und Pläne für den nächsten schmiedeten.
Der nächste Tag brachte eine Aufteilung in zwei Gruppen mit sich, so dass für die eine Gruppe Unterordnung auf dem Plan stand und für die andere eine Helferschulung „motivierend mit dem Hund spielen“. Unter den strengen Kameraaugen von Wolfgang und der Anleitung von Anita übten wir erst alleine „trocken“, (ohne Hund) dann Mensch- Mensch: „Einer von euch ist jetzt Hund“; „Ich kann keinen Hund bei euch erkennen, ihr kämpft alle völlig verbissen um euer Spielzeug“; „Der Hund hat mich gebissen, der ist gefährlich, ich brauche Handschuhe.“. Und schließlich durften wir an einem echten Hund, der eigentlich keine Motivation zum Spielen hat und somit sich auch gnadenlos vom Ort des Geschehens abwendet, wenn das Spiel nicht auf seine Bedürfnisse einging, üben. Die war keine leichte Sache. Von der anderen Gruppe tönten indes Worte wie „Chaka-Beißwurst“ zu uns herüber, sicher auch eine spannende Motivation zur Unterordnung.
(Der kann dann auch mit der Rute wedeln, der Hund.) Nachmittags durften wir dann wieder alle unsere Wünsche anmelden und so haben beide Gruppen längere Suchenlagen und Verweisübungen durchgeführt. Mit den Welpen wurde das Verbellen geübt. Angie und ich lernten dabei, wie wichtig es doch ist, dass die Hundeführerin weiß, was sie da im Wald tut, wo sie steht und wo es langgeht, da die Hündin sonst lieber auf ihre Chefin achtet als nach Versteckpersonen zu suchen. (Wer weiß, vielleicht ist ja sonst meine Hundeführerin verschwunden?) Und erneut ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende, abends wurde gemütlich beieinander sitzend gefachsimpelt.
Am letzten Tag in dieser großen Besetzung blieben die Gruppen vom Vortag bestehen, damit jedes Team an seinem derzeitigen Ausbildungsstand anknüpfen konnte. Unsere Gruppe widmete sich an diesem Morgen der Unterordnung und lernte die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes auf seinen Hundeführer zu ziehen. So sind es viele einzelne Schritte, bis zum z.B. Platz aus der Bewegung etc. korrekt ausgeführt wird. Wir lernten, wie viel Arbeit, aber vor allem wie viel Spaß Unterordnung macht und worin der Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung liegt. Sicherlich werden wir versuchen in Zukunft stressfreier mit unseren Hunden zu lernen. Nachmittags durfte jedes Team wieder in die Flächensuche gehen und es war toll zu sehen, welche Fortschritte ein solches Intensivtraining über mehrere Tage bei den einzelnen RH-Teams bringt. Das Training endete mit einem Spielkreis für alle Hunde und der Abend verging wie die übrigen auch. Einige Teams mussten sich bereits abends auf die Heimreise begeben, andere wollten noch übernachten und reisten am nächsten Morgen ab.
Die letzte Nacht war vorüber und der letzte Ausbildungstag brach an und alle waren zufrieden über die bisher erreichten Fortschritte, so dass dieser Tag von den übrig gebliebenen genutzt wurde, „kurze, schöne Sachen“, z.B. Verweisübungen, gezogene Anzeigen, schnelles Voraus etc. zu arbeiten. Unser Ausbildungstraining endete mit den Welpen, (Mein Hund verweist durch Heben der Vorderpfote) die Gewinner des Tages waren sicher Olli und Scusi, der unser aller Training mit seinem ersten Beller krönend abschloss.
Es war schön mit Euch, hoffentlich gibt es bald wieder eine solche Fahrt.
Ein besonderes Dankeschön an Anita und Stephan für ihre “Urlaubsarbeit“!
Karin mit Angie
Sabine Ayanna, Dagmar Kreuz-Dörr, Petra Hopp
v l.n r.
Wir beim "Tag der offenen Tür"
„80.000 Besucher beim Tag der offenen Tür der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn“ so titelte die Kölner-Rundschau am Montag, den 13. August 2007. Highlight war der Eurofighter, so schrieb die Zeitung. Die Begeisterung über uns, insgesamt 10 Rettungshundeteams, war nicht minder gering und bestimmt ein kleines Highlight, dies meinte auch der Kasernenkommandant Oberstleutnant Hartung zu uns in seinen anerkennenden Dankesworte.
Bei Kaiserwetter durften ich, Lancelot - Golden Retriever Rüde, 12 Monate alt - und meine Chefin Silvia an einem - neudeutsch - „Riesen-Event“ oder, in normaler Sprache, an einer großartigen Freiluft-Veranstaltung “50 Jahre Luftwaffenkaserne Wahn“ teilnehmen. Das ganze nennt man dann bei Fachleuten „Vorführung“. Ich kann Euch sagen, ein Abenteuerspielplatz ist nichts dagegen.
In letzter Zeit wurden beim Training in unregelmäßigen Abständen sehr seltsame Geräte und ein Gerüst mit Leitern, Gittern und Brettern und - das ganze sogar, ihr glaubt es kaum, zweistöckig - aufgebaut. Die Geräte: ein Tunnel, ein Brett auf zwei großen Tonnen (Wackelbrücke) und ein Feuerring – zum Glück ohne Feuer – (das zumindest meinte Silvia, ich bin der Meinung, dass es die Sache jetzt auch nicht unbedingt wärmer, aber bestimmt spannender gemacht hätte). Das Gerät, Feuerring, besteht aus einem Brett, welches nach oben bis zum Ring führt und anschließend wieder eins abwärts. Bis auf den Feuerring kannte ich den Rest schon aus meinem Eignungstest. Das ganze dient dazu, unsere Gewandtheit zu demonstrieren. Der Tunnel ist der absolute Hit. Erstens kann man sich dort herrlich verstecken und zweitens im Schatten gleichzeitig noch etwas ausruhen. Was zumindest mein Bruder Diego hin und wieder praktizierte und auch bei dem Rest der Staffel mal ausprobiert wurde. Bei der Vorführung am vergangenen Sonntag löste unsere Showeinlage zumindest Gelächter beim Publikum aus. Aber Guido half uns dann entweder mit einem beherzten Griff oder mit einer „sehr freundlichen Anrede“ schnellstens dort raus.
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Als erstes marschierten wir alle, stolz unsere Rotkreuz-Kenndecken tragend, mit gebührendem Abstand ein und wurden einzeln vorgestellt. Mein Name, die Rasse, das Alter und wie lange ich schon bei der Staffel bin – das sind ja erst 7 Monate und was hab ich nicht schon alles gelernt und erlebt – und der Name meiner Chefin wurden genannt und es gab jedes Mal Applaus. Das war wie bei einer Ehrenrunde, schon ein tolles Gefühl, mal ein Rettungshund zu werden.
Anschließend wurde die Gehorsamsübungen / Unterordnung vorgeführt. Die Freifolge ohne Leine bei Fuß und das Sitz, das Steh, das Platz und das Abrufen. Das brauchte ich aber nicht alles zu zeigen, war auch besser, das kann ich nämlich noch nicht so gut. Jeder meiner Kollegen hatte eben seine Aufgaben.
Anschließend durften alle nacheinander über das Gerüst: erst die 6 Stufen die Leiter herauf, anschließend 20 Stufen über die waagerechte Leiter, dann über drei Bretter, die winkelig aufeinander lagen und anschließend wieder 6 Stufen abwärts; über die Bretter des Feuerrings – erst rauf, dann runter –, über das Brett mit den beiden Tonnen, durch den Tunnel und …. endlich geschafft.
Die älteren Hunde von uns durften sogar die obere Etage benutzen und liefen gleichzeitig, einer oben und einer unten – gegeneinander – über das Gerüst und trafen sich in der Mitte, was ein tolles Bild ergab. Holly und Godje, beides schwarze Labradore, zeigten ein tolles Schaubild. Wenn ich mal etwas erfahrener bin, darf ich das sicher auch – hoffentlich läuft dann jemand oben, denn ich gerne habe und nicht ausgerechnet Xento, oder vielleicht darf ich ja dann auch oben laufen. Aber auf solche Kleinigkeiten, könnte man meinen, achten alle schon sehr; die Ausbilder und natürlich auch unsere Chefs, die ja nur das Beste für uns wollen.
Anschließend zeigten wir die unterschiedlichsten Phasen der Suchausbildung eines Rettungshundes. Verbellen mit Anreiz durch den eigenen Hundeführer, durch eine Fremdperson. Mit Spiel- und Futterhund. Sogar das Verbellen nach Prüfungsordnung mit anschließender Ablage des Kollegen etwas weiter weg von der Person. Der Hund muss dann liegen bleiben und der Hundeführer kümmert sich um die Person (ganz schön schwer). Und auch das Verbellen von abwehrenden und etwas randalierenden Personen wurde vorgeführt.
Doch das Highlight folgte natürlich zum Schluss und Onkel Xento durfte zwei Kinder, die vorher als Freiwillige aus dem Publikum geholt wurden, im Versteckhäuschen suchen und verweisen. Das kam super gut an. Alle hatten ihren Spaß, die Kinder natürlich am meisten.
Zum Abschluss der Vorführung hatten wir dann alle wieder unseren Auftritt und durften, zum Leid unserer Chefs, noch mal auf das Gerüst. Als alle Hunde auf den Brettern standen wurden wir durch unsere Hundeführer – mit entsprechendem Kommando – auf die Schultern gehoben und mit einer nochmaligen Ehrenrunde und unter tosendem Applaus aus der “Arena“ getragen und verabschiedet. Geschafft. Wir machten ein Warm-up, das war schon ganz gut und danach vier Vorführungen und über den Tag verteilt.
Heute bin ich ziemlich erschöpft und müde, aber ich kann Euch sagen, das war ein wunderschöner Tag, wenn auch etwas anstrengend aber: Wir waren echt etwas ganz besonderes. An diesem Tag war es keinem anderen Hund gestattet, die Kaserne zu betreten und wir durften den ganzen Tag mit unseren tollen Kenndecken mit dem Roten Kreuz herumlaufen. Jeder Besucher und jeder Bedienste konnte schon von weitem erkennen, dass wir Rettungshunde sind; beziehungsweise, ich will ja erst noch einer werden.
Bis zum nächsten Abenteuer mit meiner Chefin und dem Rest der Staffel
grüßt Euch herzlich
Euer Lancelot
Unterordnung auf neue Art
Am vergangenen Wochenende, 5. und 6. Mai 2007 fand in Greten Venn bei Bielefeld das Seminar „Unterordnung auf neue Art“ unter der Leitung von Anita Balser statt.
Die Teilnehmer kamen aus den DRK Landesverbänden Nordrhein und Westfalen Lippe, aus Köln kamen sechs Teilnehmer.
Anita und Michael zeigten verschiedene Wege wie die Unterordnung bei Mensch und Hund Spaß machen kann. Freudiges, schnelles, exaktes und zuverlässiges Arbeiten des Hundes stand im Vordergrund des Seminars. Zahlreiche Motivationstechniken mittels Spielzeug und Futter, sowie das kontrollierte Arbeiten über die Leine wurden besprochen und praktisch geübt.
Individuelle Probleme der Teams in der Unterordnung wurden ggf. analysiert und Lösungswege erarbeitet. Anita und Michael demonstrierten die für den Hund verständliche Art des Umgangs und Kommunikation die zum Erfolg führt.
Besonders wurde auf dass stressfreie Lernen des Hundes geachtet und wie die erlernten Unterordnungsleistungen abgesichert werden können.
In harmonischer Runde am Abend wurden die Erfahrungen und Arbeitsergebnisse des Tages ausgetauscht und diskutiert.
Alle Teilnehmer brachten im Abschlußgespräch ihre positiven Eindrücke und den Erfolg der Veranstaltung zum Ausdruck.
DRK-Gemeinschaftsübung
„Torsten und Bernd sind schuld“
…und meine Nase sowie natürlich meine Hundeführerin.
25.05.-27.05.2007
Wir, ein 9 Monate alter Golden Retriever, der auf den Namen Lancelot hören soll, und meine Chefin Silvia waren am vergangenen Pfingstwochenende zu einem großen Abenteuer aufgebrochen.
Auf Einladung des DRK-KV Viersen fand eine Rettungshundeübung mit o.g. Motto in Brüggen am Niederrhein statt. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwartete und bin noch völlig überwältigt von all den Eindrücken, Gerüchen, Geräuschen und Aufgaben, die in nur 48 Stunden auf mich einprasselten. Mein Gehirn verarbeitet noch, aber ich kann Euch schon jetzt sagen: „Das war schon ganz gut, aber wir machen’s gleich noch mal“. So heißt es von meinen Ausbildern auf dem Platz immer. ... Aber bitte nicht sofort heute.
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7 auf einen Streich
Am Sonntag, dem 11.März 2007 konnten wir uns freuen:
Den Eignungstest des LV Nordrhein haben sieben Hundeteams unserer Staffel bestanden, so dass wir uns mit einem Schlag verdoppelt haben. Wir sind stolz und gratulieren Thomas mit Nicky, Björn mit Rosa, Manfred mit Diego, Silvia mit Lancelot, Kirsten mit Diego und Guido mit Queenie. Die Teams wurden in folgenden Bereichen geprüft:
Verhalten gegenüber einer FremdpersonengruppeVerhalten bei optischen und akustischen UmwelteinflüssenVerhalten bei Feuer und RauchSpielen mit einem GegenstandVerträglichkeit mit anderen HundenGewandtheitVerweistest
Alle Hunde und ihre Hundeführer zeigten sich geeignet, die weitere Ausbildung zu meistern. Wir freuen uns mit ihnen sehr auf die vor uns liegende Arbeit und wünschen viel Erfolg.
Alle Hunde und Hundeführer finden Sie hier:
Aus- und Weiterbildung
Am Sonntag, dem 04.02.2007 lud der Landesverband Nordrhein alle Rettungshundestaffeln zu einer Aus- und Weiterbildung nach Güdderrath, ins DRK Katastrophenschutz-Zentrum ein. Die Veranstaltung trug den Namen „Opferbindung- Richtiger Aufbau des Verbellens“. Referentin war Anita Balser, Ausbilderin der Rettungshundestaffel Friedberg im LV- Hessen und Inhaberin der Hundeschule „HundeTeamSchule“, unterstützt wurde Anita durch ihren Mitarbeiter Michael Stephan.
Da bereits im Vorfeld der Veranstaltung reges Interesse aller RH-Staffeln bekundet wurde, musste die aktive Teilnahme auf 5 Hundeführer pro Staffel begrenzt werden. Eingeladen zum Zuschauen waren jedoch alle Hundeführer und so war der Seminarraum an diesem Sonntag denn auch gut gefüllt. Der Einladung gefolgt sind die RHS Aachen, RHS Kall, RHS Köln und RHS Viersen.
Anita Balser hat uns allen einen lehr- und ereignisreichen Tag beschert. So fand am Vormittag der theoretische Teil des Seminars statt, hier wurden Begrifflichkeiten erläutert und gemeinsam erarbeitet und Bilder zur Verdeutlichung gezeigt. Alle Anwesenden waren aufgefordert, sich einzubringen und mitzuarbeiten.
Nach der Mittagspause folgte dann der praktische „Unterricht“. Jetzt stellten sich acht Rettungshundeteams mit ihren großen und kleinen Schwierigkeiten vor. Bei der Zusammenstellung der acht Teams hatten Anita und ihr Mitarbeiter gemeinsam eine möglichst repräsentative Auswahl unter den angemeldeten Teams und Staffeln getroffen.
Gemeinsam erarbeiteten dann alle Anwesenden unter Anitas fachkundiger Anleitung konkrete Lösungsansätze für die einzelnen Teams. Die Vorgehensweise dabei war immer die gleiche:
- Erfassung der Ist- Zustandes
- Vorführung der Arbeit / der Schwierigkeit
- Besprechung mit der Versteckperson, Hundeführer und Ausbilder
- Genaue Erarbeitung der Schwierigkeiten und Suchen nach Lösungswegen unter allen Anwesenden.
Hierbei lernten wir alle, wie wichtig es ist, bekannte Lösungswege zu verlassen und Neues zu denken. “Alte Denkstrukturen aufbrechen“ wurde zu unserem Leitspruch, den wir hoffentlich alle bei der Arbeit in unserer Staffel und mit unseren Hunden berücksichtigen.
Jeder konnte allein, für sich und für andere, in der Gruppe und als Staffel, von diesem Tag etwas mit zu sich nach Hause nehmen und so fiel die abschließende Besprechung auch insgesamt sehr positiv aus. Wir danken allen Teilnehmern, insbesondere aber natürlich Anita und Michael für diesen Tag und lassen unsere Köpfe noch ein wenig rauchen.
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Fotos aus Mespelbrunn
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Trainingscamp Mespelbrunn
Dem Ruf in den schönen Spessart zu kommen sind vom 16.08. - 20.08.2006 die Rettungshundeteams des Roten Kreuzes aus Friedberg, Homburg, Erlangen-Höchstadt, Luxemburg und Köln gerne gefolgt. Die RHS Main-Spessart hatte zu einem Trainingscamp für die Rettungshundearbeit eingeladen. Die Teilnehmer hatten ihre Zeltlager auf dem Sportplatz von Mespelbrunn aufgeschlagen. Das vorhandene Vereinsheim mit Dusch- und WC-Anlagen konnte von den Teilnehmer genutzt werden.Die Rettungshundeteams teilten sich in drei 3 Gruppen auf und wechselten täglich die Flächensuchgebiete mit verschiedenen Geländeanforderungen.
Auch ein Parcours, beginnend mit einer Verweisübung, Orientierung mit Karte und Kompass im Gelände, Suche nach einer vermissten Person und Erste Hilfe an Mensch und Hund musste bewältigt werden. Am letzten Tag fand in der Nähe von Würzburg eine Suche auf einem großen Trümmerkegel statt. Während den Übungs-tagen hatten Mensch und Hund die Möglichkeit, Erlerntes zu festigen sowie ggf. neue Situationen kennen zulernen.
Am Abend wurde in gemütlicher Runde um das Lagerfeuer gefachsimpelt und die Erfahrungen des Tages ausgetauscht. Dabei wurde auch gerne “ein bis zwei“ Glas Bier oder Wein getrunken.
Bei der BRK Rettungshundestaffel Main-Spessart bedanken wir uns recht herzlich für die Gastfreundschaft, gute Organisation und für die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten. Gerne kommen wir wieder in den Spessart!













































































