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STAFFELFAHRT IN DEN SCHWARZWALD
 

Regen und Schnee im Schwarzwald - unser Trainingslager im Januar 03

Die Idee entstand im Sommer: "Eigentlich könnten wir doch einmal alle zusammen in den Schnee fahren und dort trainieren!" Gesagt. Getan. Die Planung für die Reise begann im August, als Termin legten wir den 02. bis zum 06.Januar 2003 fest. Auf diese Weise konnte unsere Jugendgruppe mitkommen, da der erste Schultag in NRW erst am 07.Januar war.

Wohin sollte es denn gehen? Natürlich irgend wo hin, wo es schneesicher war. Hohe Tatra - zu weit für die paar Tage. Bayern oder Österreich - auch zu weit. Thüringen vielleicht, oder Schwarzwald. Dort ist man erfahrungsgemäß sehr touristenfreundlich - ein Anruf beim Touristikamt in Triberg bestätigte, daß es "im Januar immer Schnee gibt" und man uns helfen wollte, beim zuständigen Förster eine Genehmigung für das Training zu bekommen. Denn was nützt das schönste Gelände, wenn wir es mit unseren Hunden nicht betreten dürfen?

Mit diesen guten Nachrichten im Gepäck machte ich mich auf die Suche nach einem Quartier. Die Vorgaben wie immer: preiswert & Selbstverpflegung - wir haben ja unseren Küchenmeister Dirk. Das Problem: 12 Leute und 13 Hunde! Die Leute und ein Hund wären locker untergekommen, aber bei der Nennung der Anzahl der Hunde erlitten die einen oder anderen Herbergswirte einen Schock. Allerdings nannte man mir freundlicherweise immer wieder Adressen, "wo Sie es ja mal probieren könnten". Nach dem ca. 30. Anruf klappte es dann, wir konnten Quartier in der SCHWENNINGER HÜTTE in Nussbach bei Triberg buchen, eine Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit Bettenlager und kleiner Küche für 9.- Euro pro Nacht.

Am Donnerstag, dem 2.Januar 03, gegen 9 Uhr sammelten wir uns und fuhren die ca. 430 Kilometer in Kolonne nach Nussbach - im strömenden Regen. Nachmittags kamen wir an - im strömenden Regen - und bezogen unsere Hütte mitten im Wald. Sie war sehr gemütlich mit Matratzenlager, kleiner Küche und großem Ofen, der Schuppen war voller Brennholz. Dazu ein winziges Klo für die Damen, eins für die Herren. Aber wo war die Dusche??? Wir suchten vergebens! Die Schwenninger Hütte ist ein Nachtlager für durchkommende Wanderer, länger als eine Nacht bleibt (im Sommer) normalerweise keiner. Aber wir sind ja clever: zurück ins Dorf zur Feuerwehr, unser Leid geklagt und schon hatten wir dankenswerter Weise die Erlaubnis, uns jeden Abend im Gemeindezentrum zum Duschen einzufinden. Dafür Danke!

Nach dem gemeinsamen Frühstück trafen wir uns am Freitag mit Herrn Eckerle, dem Revierförster. Dies hatten wir schon Wochen vorher mit Herrn Meier vom Forstamt Triberg abgeklärt. Herr Eckerle erklärte uns, daß wir das umliegende Waldgebiet plus Gebirge im Umkreis der Hütte für unsere Trainingsarbeit nutzen dürften, alle in Frage kommenden Jäger wüßten Bescheid und würden sich nicht daran stören. Dafür können wir dem Forstamt Triberg gar nicht genug danken!

Nach zwei Tagen Regen kam auch endlich der Schnee zu uns, so daß wir von früh bis spät trainieren und dabei die Hütte als Basislager nutzen konnten. Bei den Hunden (und auch bei ihren Hundeführern) macht es sich immer total positiv bemerkbar, wenn intensiv am Stück gearbeitet wird. Das Gelände war wunderschön und die Hunde liefen zu Höchstform auf. Wir konnten bis zu sechs "Opfer" im Wald und im Gebirge verstecken und dann von unseren geprüften Hunden suchen lassen, die Hunde, die noch nicht so weit sind, bekamen kleinere Suchgebiete und weniger "Opfer" zugeteilt. Und natürlich zog unsere Trainingsarbeit auch Zuschauer an: die Jungens vom Dorf waren neugierig - und wurden von uns gleich als Fremdopfer "verpflichtet".

Wir haben uns vorgenommen, im nächsten Jahr wieder in den Schnee zu fahren - wahrscheinlich wieder in die SCHWENNINGER HÜTTE.

Wolfgang Schmiedeberg


 

Suche im Schnee Trainingslager im Schwarzwald, Januar 2003

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