Ein Jugendgruppenmitglied berichtet über die Staffelfahrt nach Wilhelmshaven:
Schon lange hatten wir vor, die befreundete Rettungshundestaffel in Wilhelmshaven zu besuchen und zusammen zu trainieren. Im September 2002 war es dann soweit, wir fuhren am 19. abends mit 14 Leuten und 12 Hunden los und erreichten unsere Unterkunft spät in der Nacht. Die BRH Staffel Wilhelmshaven hat einen tollen Trainingsstützpunkt direkt am Hafen, wo man auch in mehreren kleinen Zimmern übernachten und in einer kleinen Küche kochen kann. Nach dem "Kampf" um die besten Schlafplätze, an dem sich natürlich auch unsere Hunde beteiligten, verbrachten wir die erste Nacht in den drei Zimmern, um dann morgens ganz früh aufzustehen, um einer der Ersten unter der einzigen Dusche zu sein. Natürlich war es uns drei Jugendgruppenmitgliedern dann eine Freude, den langen Weg zum Bäcker zurückzulegen, um unsere Erwachsenen mit frischen Brötchen zu versorgen. Chefkoch war - wie immer - unser 1.Vorsitzender Dirk Schnaubert. Das gemeinsame Frühstück ist immer besonders interessant, zu beobachten, wie die Staffelmitglieder nach einer mehr oder weniger guten Nacht morgenmuffelig, zerknittert, voll schlaff oder fit an den Tisch kommen.
Für das Flächentraining, das wir alleine durchführten, suchten wir uns am Vormittag ein schönes Waldstück und trainierten dort den ganzen Tag. Dirk, der mit uns Jugendlichen schon vorausgefahren war, hatte für abends seine berühmte Lauchcremesuppe gekocht, auf die sich alle stürzten, als sie nach dem langen Trainingstag im Quartier eintrafen.
Am 21. trainierten wir gemeinsam mit den Wilhelmshavenern in einem herrlichen Bunker die Trümmerarbeit. Wir waren sehr zufrieden mit unseren Hunden auf diesem fremden Gelände - schließlich will man sich ja nicht blamieren. Am liebsten hätten wir den schönen Bunker mit nach Hause genommen, leider passte er jedoch nicht ins Auto.
Nachmittags fand eine Demonstration der Wasserortung durch die Staffel Wilhelmshaven statt. Ein Duftstoff (roch wie Leichengift) wurde im Hafenbecken versenkt, dann stieg ein Hundeteam auf ein kleines Boot und während dieses Boot auf dem Wasser ein Gebiet im Zickzack abfuhr, suchte der Hund vorne auf dem Boot stehend die Wasseroberfläche ab. Im Ernstfall kann man so Ertrunkene orten und bergen.
Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, unsere Gastgeber an diesem Tag zum Abendbrot einzuladen und mit ihnen bis in die Nacht hinein zu fachsimpeln. Ein besonders herzliches Dankeschön an Herrn Heinz Bohn, den Chef der Wilhelmshavener Staffel, der uns diese Reise erst ermöglicht hat.
Leider ging es am Sonntag schon wieder zurück, eigentlich wollten wir nach dem Frühstück noch alle zusammen am Wasser spazieren gehen, aber da es wie aus Gießkannen schüttete, fuhren wir gleich zurück Richtung Heimat und verlegten unseren Spaziergang auf einen Autobahnrastplatz.
Vickie Kunze
P.S. Ich fand es ganz toll, alle waren wieder spitzenmäßig drauf. Und als Highlight hat sich Nina,. eine unserer Trainerinnen, in der Nähe von Wilhelmshaven ihren Schäferhund-Welpen abgeholt, aus dem mal ein toller Rettungshund werden soll. Wir durften alle zusammen einen Namen für ihn aussuchen: LUCY.
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