Training
Zu Gast bei der DRK-Rettungshundestaffel Homburg/Saar
In der Woche vom 12. bis 19. Februar waren sechs unserer Mitglieder zu Gast beim Schneetraining der DRK-Rettungshundestaffel Homburg/Saar in Aigis, im Allgäu. Am Anreisetag regnete es noch ununterbrochen auf den vorhandenen Schnee, doch bereits in der Nacht schlug das Wetter um und als am Montag Morgen das Training mit dem Erstellen der Schneehöhlen begann, waren bereits 50 cm Neuschnee gefallen. Die ganze Woche, mit Ausnahme eines Sonnentages, schneite es und so hatten wir optimale Bedingungen für das anspruchsvolle Trainingsprogramm.
Schwerpunkt des Trainings war die Motivations- und Triebförderung. In den von uns gebauten Schneehöhlen wurden die Versteckpersonen eingegraben. Die Hunde lernten, diese mit Hilfe ihrer guten Nase zu finden und konnten – anders, als dass normalerweise im Training möglich ist – die Versteckperson frei buddeln. Damit wurde das „Eindringverhalten“ gefördert, was dem Hund den Lerneffekt bringt, dass er durch Eigeninitiative an sein Triebziel gelangen kann. Dabei war der Spaß, den Hund und Mensch im Schnee hatten, ein weiterer, unübersehbarer Motivationsfaktor.
Am späten Nachmittag endete das Schneetraining und Theorie folgte: „Verhalten bei Schneelagen“ war eines der Themen, das uns in diesem Fall Ernst Bilz von der DRK-Bergwacht anschaulich nahe brachte. Auf Wunsch unserer Gastgeber vermittelten Julia Deutgen und Hans Dieter Vey mit einem Power Point Vortrag eine bildreiche Einführung in die Trümmersucharbeit.
Auch zwei erfolgreich verlaufende Übungen waren Teil des Trainingsprogramms. Am Tag fand eine Übung für die noch unerfahrenen Hunde bzw. Rettungshundeteams statt. Für die erfahrenen Rettungshundeteams folgte am nächsten Abend eine Nachtübung.
Fazit: Es war eine sehr anstrengende aber auch sehr schöne Ausbildungswoche. Hunde und Hundeführer hatten eine Menge Spaß und haben viel gelernt.
Unser besonderer Dank gilt den Ausbildern Maria Hörmann und Uwe Stieglitz, sowie ihren Vertretern Hans Dieter Vey und Erika Stieglitz, aber auch allen Mitgliedern der Staffel Homburg/Saar, die uns sehr herzlich aufgenommen und unsere Teams tatkräftig gefördert haben. Wir hoffen, dass wir es Euch mit „gleicher Münze“ vergelten konnten. Auch der Reiterpension Ochsenkopf einen herzlichen Dank für die Möglichkeit, dass wir mit so vielen Hunden (insgesamt waren es 24) anrücken durften.
Besondere Trainingssituationen
Wolperdinger 2004
Zum sechsten mal hatte die Rettungshundestaffel des Luxemburger Roten Kreuz zu einer Aus- und Fortbildungswoche in die Zollhundeschule Neuendettelsau vom 06. bis 14. August 2004 eingeladen.
Über vierzig Rotkreuzler aus Rheinland Pfalz, Brandenburg, Hessen, Luxemburg, Nordrhein und dem Saarland waren voller Erwartungen angereist. Viele Teilnehmer kannten sich schon aus den Vorjahren in Neuendetelsau.
Fotos gibt es hier...
Bei dauerhaft zuverlässigem Sonnenschein und bester Stimmung wurden die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten für Gehorsams-, Gewandtheits und Suchausbildung in der Zollhundeschule genutzt.
Aus unserem Ortverein nahmen Julia Deutgen, Dominic Land, Ansgar Rehbein und Hans Dieter Vey teil.
Julia Deutgen und Ansgar Rehbein waren gemeinsam in einer Ausbildungsgruppe und überzeugten den Ausbilder durch hervorragende Leistungen mit ihren beiden Bordern. Dominic Land hat seine Fähigkeiten als „geschulte Versteckperson“ in den vier verschiedenen Ausbildungsgruppen tatkräftig unter Beweis gestellt und bekam viel Lob für seine Arbeit.
Hans Dieter Vey übernahm wie in den sechs vorherigen Jahren als Ausbilder eine Gruppe Hundeführer und Hunde mit unterschiedlichen Ausbildungsstand.
Der Schwerpunkt der Ausbildung war die Flächensuche. Ausreichend viel Waldfläche mit verschiedenen Objekten wie Bunker, Trümmerspinnen, Fahrzeuge, Arbeitsgeräte, Häuser, Hochsitze, Holzschlag u.s.w. waren für die anspruchsvolle Sucharbeit vorhanden.
Die Suchlagen wurden nach Bedarf und Wunsch so gestaltet, dass die Rh- Teams optimale Ausbildungsbedingungen vorfanden. Die jeweiligen Ausbildungsschritte und Ergebnisse der Rh- Teams wurden sofort gemeinsam mit den Ausbildern in den Gruppen analysiert und besprochen.
Die meisten Rh- Teams konnten durch die intensive Arbeit mit ihrem Hund ihre Ausbildungsziele erreichen und häufig wesentlich verbessern.
Der Erfahrungsaustausch und die abendlichen Fachgespräche in gemütlicher Runde war bei den meisten Teilnehmer sehr beliebt und das Schlafengehen wurde weit hinten angestellt.
Die Abschlussbesprechung ergab: alle Teilnehmer freuen sich schon auf den August 2005, denn dann heißt es wieder:
“sich an schwetz“ & “such und hilf“
in der Zollhundeschule Neuendettelau im schönen Frankenland.
Fotos
Pfingstübung des Luxemburger Roten Kreuz gemeinsam mit dem DRK
Das Wetter war herrlich und so reisten die Teilnehmer der „PFINGSTÜBUNG ASTRA 2004“ bereits gut gelaunt nach Berg in Luxemburg. Die „Section Canine des CROIX – ROUGE LUXEMBOURGEOISE“ hatte zu einer Gemeinschaftsübung LRK und DRK vom 28. bis 30. Mai 2004 eingeladen. Drei Rettungshundeteams vom DRK Ortsverein Porz und ein Helfer waren mit von der Partie.
(Fotos finden Sie hier:)
Das Gelände, auf dem die Teilnehmer am Freitag ihr Zeltlager errichteten gehört dem Jugendzentrum des Luxemburger Jugendrotkreuz. Zu den gut gepflegten Wiesen dieser Anlage gehört auch eine wunderschön restaurierte Schlossanlage, die ihren Ursprung bereits im Jahre 1307 hatte.
Hundeführer und Hunde fühlten sich sofort wohl. Die Hunde hatten ausreichend Platz zu laufen und die Hundeführer fanden schnell zu ersten Fachgespräche und spekulierten über den weiteren Übungsverlauf.
Die Staffelleitung Jerry Ast und Jean Jacques Ciaffone ließen die Teilnehmer nicht lange im Ungewissen und gaben weitere Informationen zur Organisation und dem Übungsablauf bekannt. Der warme Frühlingsabend lud geradezu zum Grillen und Plaudern ein, was bei kühlen Getränken auch ausgiebig getan wurde.
Übungsbeginn
Am Samstagmorgen nach dem Frühstück verteilten sich die vier zuvor eingeteilten Gruppen auf die bereitstehenden Fahrzeuge. In einer Marschkolonne ging die Fahrt durch das wunderschöne Luxemburg in die Übungsgebiete. Hier angekommen erfolgte eine Einweisung in die jeweilige Lage vor Ort, gleichzeitig wurde ein Zeitlimit zur Abarbeitung der Suchaufgabe gegeben.
Die Aufgabenstellung der Suche war anspruchsvoll, konnte bei sinnvoller Vorgehensweise der Gruppen aber trotz des bergigen Geländeverlaufs gut bewältigt werden.
Es bleib nur Zeit für eine kurze Rast, da wartete schon der nächste Suchauftrag auf unsere Gruppe.
Nach der Erledigung der dritten Suchaufgabe endete der erste Übungsblock. Die hervorragende Organisation und Verpflegung sowie die kameradschaftliche Zusammenarbeit aller - und das bei schönstem Wetter - gab uns ein Gefühl tiefer Zufriedenheit, mit unserem Teampartner Hund gute Arbeit geleistet zu haben.
Entsprechend fröhlich gestaltete sich der Abend in geselliger Runde aller Übungsteilnehmer. Der Erfahrungsaustausch aus den erlebten und bewältigten Suchaufgaben gab uns genügend Gesprächsstoff bis zur Nachtruhe.
Minister und Bürgermeisterin informieren sich über die Rettungshundearbeit
Nach dem Frühstück ging es am Sonntagmorgen, bei gleicher Gruppeneinteilung wieder in ein Suchgebiet mit einer entsprechenden Aufgabenstellung.
In unserem Suchgebiet hatten wir Gäste von Polizei, Feuerwehr, Politik, Presse und Fernsehen, die sich über die Gemeinschaftsübung ausführlich informierten. Bei einem anschließenden Empfang mit kleinen Umtrunk in Anwesenheit des Ministers Charles Goerens und der Bürgermeisterin Marie-Josee Mayers-Frank, informierte der Staffelleiter Jerry Ast mit einem Vortrag über die Rettungshundearbeit des LRK und die Zusammenarbeit mit dem DRK.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatten alle Übungsteilnehmer die Möglichkeit ihre Eindrücke, Erlebnisse, oder Wünsche mitzuteilen.
Das gemeinsame Resümee aller Teilnehmer war, eine hervorragend organisierte, anspruchsvolle und harmonisch verlaufende Gemeinschaftsübung des LRK und DRK. B
Besonderen Dank an alle Luxemburger KameradenInnen, die mit ihrer Regiearbeit, der Verpflegung oder als Versteckpersonen zum Erfolg der schönen Übung beigetragen haben.
Wir freuen uns auf ein nächstes mal!
Fotos finden Sie auf der Website des LRK
Und hier bei uns


